Treptow-Köpenick

Neues Wohn- und Gewerbequartier am Kabelwerk Köpenick: Ein Blick in die Zukunft!

Das Kabelwerk Köpenick an der Friedrichshagener Straße wird bald der Vergangenheit angehören – zumindest in seiner bisherigen Form. Geplant ist die Umwandlung des einstigen Industriedenkmals in ein modernes Wohn- und Gewerbequartier. Das Areal, das sich zwischen der Salvador-Allende-Brücke, der Friedrichshagener Straße und der Spree erstreckt, hat eine Gesamtfläche von rund 66.000 Quadratmetern. Zukünftig sollen hier etwa 900 bis 920 Wohnungen entstehen, ergänzt durch eine Kita, gastronomische Einrichtungen sowie Büroflächen.

Die Transformation des Kabelwerks, welches 1858 gegründet wurde und später von Siemens übernommen wurde, ist bereits in vollem Gange. Seit der Schließung in den 1990er Jahren steht das Gelände leer und verkommt zunehmend. Mit dem Beginn der Schadstoffsanierung im Oktober 2024 wird nun dieser lange Stillstand beendet. Vor den eigentlichen Bauarbeiten wird der belastete Boden durch fachgerecht organisierte Maßnahmen saniert, wobei auch marode Gebäude abgerissen und denkmalgeschützte Teile gesichert werden müssen.

Langfristige Sanierung und Bauplanung

Für die Sanierungsarbeiten, die rund 15 Monate in Anspruch nehmen sollen, zeichnet die BUWOG verantwortlich, eine Tochtergesellschaft der Vonovia SE. Die Firma hat über 70 Jahre Erfahrung im Bereich der Wohnimmobilien und ist erfahren in der Entwicklung solch komplexer Projekte. Konzepte der nachhaltigen Stadt- und Quartiersentwicklung sind dabei von zentraler Bedeutung. Auch werden denkmalgeschützte Backsteinbauten in Lofts, Ateliers und Büros umgewandelt, um die historische Substanz des Geländes zu bewahren.

Der Baustart für das neue Quartier ist frühestens für 2026 vorgesehen, da das Bebauungsplanverfahren im Bezirk Treptow-Köpenick noch läuft. Angedacht sind vier- bis sechsgeschossige Wohnhäuser, die zu etwa 30 Prozent als geförderte Mietwohnungen angeboten werden sollen. Für die Bewohner wird zudem eine Kita mit Platz für 80 Kinder eingerichtet sowie eine zentrale Plaza, ein Boulevard und ein öffentlich zugänglicher Uferweg entlang der Müggelspree.

Erhalt und Innovation vereint

Mit der Mischung aus Alt und Neu verfolgt das Projekt das Ziel, nicht nur Wohnraum zu schaffen, sondern auch die lokale Wirtschaft zu beleben. Geplant sind nicht störendes Gewerbe, darunter Dienstleistungsbetriebe und Künstlerateliers, um ein lebendiges Miteinander von Wohnen und Arbeiten zu ermöglichen. Die Architekten von „gerkan, marg und partner“ sind mit der Gestaltung beauftragt und haben sich zum Ziel gesetzt, die Atmosphäre des Standortes zu bewahren und gleichzeitig modernste Lebensbedingungen zu schaffen.

In Zeiten, in denen Stadtentwicklung immer wieder neu gedacht werden muss, könnte das Kabelwerk Köpenick ein Musterbeispiel für die Wiederbelebung von Industriekultur sein. Der Verband DIE STADTENTWICKLER gibt bereits Hinweise zur kooperativen Stadtentwicklung und setzt sich für gemeinwohlorientierte Konzepte ein. Diese Ideen könnten auch hier Anwendung finden, um das Potenzial des Innenstadtbereichs in integrierten Stadtstrategien optimal auszuschöpfen. Die Rücksichtnahme auf historische Gebäudestrukturen bei modernem Wohnungsbau könnte darüber hinaus als Vorbild für zukünftige Projekte in Berlin und darüber hinaus dienen.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
berliner-kurier.de
Weitere Infos
buwog.de
Mehr dazu
die-stadtentwickler.info

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