Neukölln

Schock in Neukölln: Duschverbot wegen Legionellen – Anwohner sind entsetzt!

In der High-Deck-Siedlung in Berlin-Neukölln sorgt ein Problem mit Legionellen für Aufregung unter den Anwohnern. Seit dem 17. März 2025 gilt dort ein Duschverbot für die Leo-Slezak-Straße. Dieses Verbot wurde vom Gesundheitsamt angeordnet, nachdem in acht Wohnungen ein Überschreiten des Grenzwertes für Legionellen festgestellt wurde. Rund 300 Wohnungen sind von dieser Maßnahme betroffen, und die Bewohner fühlen sich von der Wohnungsbaugesellschaft Howoge im Stich gelassen.

Die Anwohner äußern lautstark ihre Kritik an Howoge, da es bisher keine Alternativen zur Hygiene während des Duschverbots gab. Viele fordern klare Informationen über die Situation und eine sofortige Sanierung der Trinkwasseranlage. Darüber hinaus verlangen sie kostenlose Lösungen für Trinkwasser und Hygiene, um die Unannehmlichkeiten zu mildern. Howoge hat inzwischen zugegeben, nicht ausreichend informiert zu haben und hat damit begonnen, spezielle Duschköpfe an die Betroffenen zu verteilen.

Hintergrund zur Legionellengefahr

Legionellen sind Mikroorganismen, die in warmem Wasser gedeihen und gesundheitliche Risiken bergen können. Besonders in Großstädten und alten Wasserleitungen, wie sie in vielen Mehrparteienhäusern vorhanden sind, können sie ein ernsthaftes Problem darstellen. Diese Bakterien sind natürliche Bestandteile von Oberflächengewässern und Grundwasser, doch wenn sie sich vermehren, erfolgt eine Übertragung häufig durch das Einatmen kontaminierter Wassertröpfchen, etwa beim Duschen.

Die gesundheitlichen Folgen können von grippeähnlichen Symptomen bis zur schweren Lungenentzündung reichen, die als Legionärskrankheit bekannt ist. Besonders gefährdet sind immungeschwächte Personen, ältere Menschen, Kinder und Raucher. Um solchen Risiken vorzubeugen, empfiehlt es sich, die Wassertemperatur im Warmwasserspeicher auf mindestens 60 °C zu halten und Wasserleitungen regelmäßig durchzuspülen. Zudem sollten Zirkulationspumpen nicht vollständig abgeschaltet werden.

Maßnahmen zur Legionellenprävention

Die Regularien zur Überwachung von Legionellen wurden insbesondere nach der Novellierung der Trinkwasserverordnung im Jahr 2018 verschärft. So sind Vermieter verpflichtet, regelmäßig Tests durchzuführen, um einen möglichen Legionellenbefall frühzeitig zu erkennen. Auch für Ein- und Zweifamilienhäuser sind diese Tests von Bedeutung, insbesondere wenn sich Risikogruppen im Haushalt aufhalten.

In den letzten Jahren sind Legionellenfilter auf dem Markt erschienen, die durch ultrafeine Membrantechnologie Bakterien vom Wasser trennen sollen. Allerdings gibt es bisher keine ausreichenden Studien, die die Wirksamkeit dieser Filtersysteme belegen. Die regelmäßige Reinigung bleibt nach wie vor ein wichtiger Faktor, um das Wachstum von Biofilm und Legionellen zu vermeiden.

Das Duschverbot in der High-Deck-Siedlung verdeutlicht die Dringlichkeit, effektive Maßnahmen zu ergreifen, um die Gesundheit der Anwohner zu schützen. Für die Bewohner ist es von Bedeutung, rechtzeitig über Gesundheitsrisiken informiert zu werden und geeignete Alternativen zu erhalten, um die Auswirkungen auf ihre Lebensqualität zu minimieren.

Für detaillierte Informationen über Legionellen und die geltenden Vorschriften, die die Wohnungsbaugesellschaft Howoge betreffen, können die Berichte von rbb24 sowie Merkur konsultiert werden.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
rbb24.de
Weitere Infos
merkur.de

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