Neukölln

Influencer vor Gericht: Feuerwerksrakete in Neukölln landet verheerend!

Am 2. April 2025 begann am Landgericht Berlin der Prozess gegen einen 23-jährigen Influencer aus dem Westjordanland, der beschuldigt wird, in der Silvesternacht absichtlich eine Feuerwerksrakete auf eine Wohnung in Berlin-Neukölln geschossen zu haben. Der Vorfall ereignete sich am 31. Dezember 2024, als die Rakete durch ein Fenster in ein Kinderzimmer flog und dort explosionsartig detonierte. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, da der Wohnungsinhaber durch schnelles Handeln Schlimmeres verhinderte, doch die Schäden an Bett und Tapete waren erheblich. Der Influencer, der den Vorfall in einem Viralvideo auf Instagram dokumentierte, wurde am 4. Januar 2025 am Flughafen BER festgenommen, während er versuchte, Deutschland zu verlassen, und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft wegen Fluchtgefahr.

Die Anklage lautet auf versuchte schwere Brandstiftung, gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung. Während der ersten Prozesstage, die bis zum 16. April 2025 andauern sollen, sind die ersten Zeugenvernehmungen geplant. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft hob hervor, dass die über sechs Millionen Aufrufe des Videos in den sozialen Medien, das schließlich nach 36 Stunden gelöscht wurde, den Vorfall zusätzlich in den Fokus der Öffentlichkeit rückte. Das Video wurde jedoch auf der Plattform X weiterhin verbreitet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, rücksichtslos aus Eigennutz gehandelt und keine Rücksicht auf mögliche Verletzungen genommen zu haben. Bei den Ermittlungen wurde zudem ein Brandkommissariat eingeschaltet, um den Vorfall umfassend zu klären.

Rassismusvorwürfe und Rückkehrpläne

Nach dem Vorfall äußerte der Influencer, dass er den Vorfall „aus der Welt geräumt“ habe. In einem persönlichen Gespräch mit dem Wohnungsinhaber, das er als „von Araber zu Araber, von Angesicht zu Angesicht“ beschrieb, entschuldigte er sich und betonte, er habe niemanden absichtlich verletzen wollen. Zudem erklärte der Angeklagte, nicht zu wissen, wie eine Rakete funktioniere, und wies auf erlebten Rassismus infolge der Vorwürfe hin. Er zeigte sich unzufrieden mit den Ermittlungen der Polizei und kündigte an, bald in seine Heimat zurückzukehren, was er als letzten Besuch in Deutschland ansah.

Gesamtbilanz der Silvesternacht

Der Vorfall des Influencers war jedoch nicht der einzige, der die Silvesternacht 2024 überschattete. In Berlin wurden insgesamt 1.500 silvester-typische Straftaten registriert, wovon 89 Fälle der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht wurden. Zudem kam es landesweit zu zahlreichen weiteren Vorfällen, darunter Explosionen von illegalen Feuerwerkskörpern und Angriffe auf Einsatzkräfte. In Oschatz, Sachsen, verlor ein 45-Jähriger sein Leben durch eine nicht genehmigte Großfeuerwerksbombe, während insgesamt mindestens fünf Menschen in der Silvesternacht tödlich verunglückten. Die Berliner Polizei zeigte sich mit den Böllerverbotszonen zufrieden, in denen keine größeren Zwischenfälle stattfanden, während in anderen Teilen Deutschlands die Einsatzkräfte unter Attacken leiden mussten.

Die Feierlichkeiten zu Jahresbeginn wurden durch den stürmischen Wetterbedingungen erschwert, was einige Veranstaltungen, einschließlich großer Feuerwerke, verhinderte. Insgesamt war der Jahreswechsel 2025 von einer Mischung aus festlichen Feiern und tragischen Vorfällen geprägt.

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