
Am heutigen 2. April 2025 erleben Pendler und Autofahrer in Berlin gravierende Verkehrsstörungen. Die Sperrung der Ringbahn zwischen Halensee und Westend wird mindestens drei Wochen andauern. Der Grund für diese Einschränkung ist der Abriss einer maroden Autobahnbrücke, der von der bundeseigenen Autobahngesellschaft beschlossen wurde. Diese Maßnahme resultiert aus der Notwendigkeit, die Sicherheit des Verkehrs in diesem stark frequentierten Bereich zu gewährleisten. Die Entscheidung für den vollständigen Abriss wurde nach einer detaillierten Prüfung verschiedener Optionen getroffen, darunter auch die Möglichkeit einer Stützung der Brücke.
Die Abrissarbeiten an dieser Brücke, die Teil des Autobahndreiecks Funkturm ist, sollen bis spätestens zum 25. April 2025 abgeschlossen sein. Ob der S-Bahn-Verkehr am 26. April wieder aufgenommen werden kann, bleibt jedoch unklar. Im März wurde die dreispurige Fahrbahn der Brücke aufgrund eines vergrößerten Risses im Tragwerk gesperrt. Auch die unter der Brücke verlaufende S-Bahn-Trasse ist vorübergehend außer Betrieb. Täglich nutzen rund 50.000 Fahrgäste den betroffenen Abschnitt der Ringbahn.
Verkehrsbelastung und Alternativen
Das Autobahndreieck Funkturm gehört zu den am stärksten belasteten Verkehrsknotenpunkten in Deutschland, wo täglich etwa 230.000 Fahrzeuge unterwegs sind. Von der gesperrten Brücke befahren etwa 95.000 Fahrzeuge diesen Abschnitt täglich. Um die dadurch entstehenden Lücken im öffentlichen Personennahverkehr zu schließen, wird ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen den S-Bahnhöfen Halensee und Westend eingerichtet, bis die Abrissarbeiten abgeschlossen sind. Der östliche Teil der Ringbahn, der deutlich mehr Passagiere befördert, bleibt unterdessen unberührt von den Bauarbeiten.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat gefordert, dass die Baumaßnahmen rund um die Uhr durchgeführt werden. Die Vorbereitungen für den Abriss sind bereits seit einigen Tagen im Gange. Wegner äußerte, dass die gesamten Arbeiten jedoch nicht in wenigen Wochen oder Monaten abgeschlossen sein können und ein Zeitraum von rund zwei Jahren ideal wäre. Auch eine Krisensitzung wurde abgehalten, um die Unannehmlichkeiten für den öffentlichen Verkehr, Not- und Rettungsdienste sowie den Wirtschaftsverkehr zu klären. An dieser Sitzung nahmen Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, des Senats sowie der Bauindustrie teil.
Finanzierung und künftige Maßnahmen
Zur Finanzierung des Ersatzneubaus stellt die Bundesregierung trotz einer vorläufigen Haushaltsführung rund 150 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesverkehrsminister Volker Wissing betonte die Notwendigkeit eines zügigen Ersatzneubaus, nachdem die Finanzierung gesichert ist. Der Abriss der Westendbrücke wurde ebenfalls vorzeitig eingeplant und soll ebenfalls bis zum 25. April weitgehend abgeschlossen sein. Dies geschieht unter der Verantwortung der Autobahn GmbH.
Um die verschiedenen Baumaßnahmen besser zu koordinieren und die Auswirkungen auf die Mobilität in der Hauptstadt zu minimieren, wird ein spezielles Gremium eingerichtet. Die Anwohner und Pendler müssen sich darauf einstellen, dass die Infrastruktur erheblich beeinträchtigt sein wird, während gleichzeitig die Bauindustrie bereit ist, die Herausforderungen des Brückenabrisses und -neubaus zu meistern. Die kommenden Wochen werden daher entscheidend für die Verkehrssituation in Berlin sein.
Für weitere Informationen verweisen wir auf die Berichte von Welt, Berliner Kurier, und weiterführende Elemente zu den Verkehrsmaßnahmen.